Pressemitteilung vom 23.1.15: CDU-Bürgerschaftskandidat Hamann unterstellt ELISA-Schützern Beteiligung an illegalen Aktionen

Vorwürfe erscheinen aus der Luft gegriffen

Vor wenigen Tagen hat der für die vhw mit Räumungsklagen beauftragte Rechtsanwalt und Lokalpolitiker Jörg Hamann behauptet, vier große Fenster seines Abgeordnetenbüros seien mit Kleister und Plakaten beschmiert worden. Außerdem seien in seiner Kanzlei kurz hintereinander bedrohliche anonyme Anrufe eingegangen. Die Angriffe seien von Personen verübt worden, die sich für die Initiative ‚Rettet-Elisa!‘ engagierten.

Gegen derartige Anwürfe verwahren wir uns entschieden:

  • Die Initiative einschließlich sie unterstützender Nachbarn haben sich bereits wenige Stunden nach den behaupteten Vorfällen und in späteren Schreiben an die Präsidentin und die Fraktionen der Bürgerschaft von jeglichen illegalen Aktivitäten distanziert.
  • Während der drei Jahre, in denen sich die betroffenen Mieter gegen den geplanten Abriss engagiert haben, ist niemals zu illegalen Aktionen od. dgl. aufgerufen worden, auch nicht unterschwellig. Die Mieter genießen nicht zuletzt deshalb große Sympathien im bürgerlichen Milieu (Denkmalrat, Fritz-Schumacher-Gesellschaft, Gustav-Oelsner-Gesellschaft, Architektenkammer, Geschichtswerkstätten, Medien etc.).
  • Die von Herrn Hamann genannten gegenteiligen „Indizien“ muten lächerlich an:
    • Hauptindiz sei offenbar, dass eine Mieterin in einer Gerichtsverhandlung Herrn Hamanns Namen flapsig falsch ausgesprochen habe („Herr Hartmann.. oder Herr Haumann … oder wie auch immer …“ (!)
    • Von Seiten der Initiative sei Herrn Hamanns berufliche Tätigkeit als Rechtsanwalt der vhw immer wieder in Zusammenhang mit dessen politischer Tätigkeit gebracht worden.

Wir sind in der Tat der Meinung, dass das Vertrauen, welches ein Bürgerschaftskandidat beansprucht, von seinem beruflichen Verhalten mit abhängig ist. Insoweit ist Herr Hamann nicht eben positiv aufgefallen (vgl. Anhang Dossier). Dies veranlasst uns allerdings noch lange nicht, zu Straftaten o. dgl. gegen Herrn Hamann aufzurufen. Im Gegenteil werden wir unsererseits einige Verhaltensweisen Herrn Hamanns durch die Strafverfolgungsbehörden überprüfen lassen.

Insgesamt vermuten wir, dass dem Abgeordneten vor allem daran gelegen ist, angesichts der schlechten Umfragewerte seiner Partei in Hamburg-Mitte verstärkt ins Gespräch zu kommen.

 
Corinna Gülzow        Simon Raabe       Prof. Dr. Thomas Cirsovius