Kategorie-Archiv: Presse

Der Hamburger Denkmalrat spricht sich für den Erhalt von Elisa aus!

Der Denkmalrat hat seine Stellungnahme zum geplanten Abriss Elisas veröffentlicht!

Zitat aus der Stellungnahme:

„Die Projektbeteiligten werden aufgefordert, ihren Beschluss zu revidieren. Eine Anlage vergleichbarer Gestaltungsqualität und historischer Bedeutung ist im ganzen Wohngebiet Hamm-Geest nicht mehr zu finden.Gleichzeitig wird dem Denkmalschutzamt seitens des Denkmalrates dringend geraten, die Anlage unverzüglich unter Schutz zu stellen, um den drohenden Abriss zu verhindern.“

Link zur Stellungnahme

Pressemitteilung der Hamburger Architektenkammer vom 24.9.14

Abbrucharbeiten bei „Elisa“: Zerstörung der Wohnanlage ist ein großer Verlust für die Backsteinstadt Hamburg

Die Architektenkammer kritisiert die aktuellen Abbruchmaßnahmen im Zuge der Verlegung der Fernwärmeleitung und betont den Verlust für Hamburg im Falle des Abrisses. Wie die Mieterinitiative „Rettet-Elisa!“ befürchtet auch die Architektenkammer, dass dieser Fall einen Präzedenzfall darstellt und wenn Elisa fällt, Abriss Schule machen könnte.

Zitat aus der Pressemitteilung:

„Die Gebäude selbst stammen vom Architekten Ernst H. Dorendorf, dessen weitere, gestalterisch ähnliche Wohnanlagen in Hamburg unter Denkmalschutz stehen – weshalb „Elisa“ diesen Schutz trotz fein detaillierter Fassaden nicht erhielt, bleibt vollkommen unverständlich.“

Link zur Pressemitteilung

Siehe dazu auch ‚Die Welt‘ 25.09.2014, S. 25 (link zum Artikel)

Artikel im Wochenblatt vom 5.11.14

Genossenschaft gegründet

Wir haben die Elisa e.G. gegründet, weil das Haus nachweislich sanierbar und wirtschaftlich zu betreiben ist und weil es wert ist, erhalten zu werden.

Interessant ist die Aussage des Pressesprechers der Kulturbehörde, Enno Isermann, dass die Behörde sich intensiv mit Elisa beschäftigt hätte, denn unseres Wissens liegt keine aktuelle begründete Stellungnahme des Denkmalschutzamtes vor. Die Hamburger Fachprominenz kommt einstimmig zu dem Ergebnis, Elisa muss unter Denkmalschutz gestellt werden. Nach den neuen Denkmalkriterien ist Elisa als stadtbildprägender Bau ein Denkmal. Jedoch kein Denkmalkriterium ist: Die Kosten einer Sanierung!

Zitat aus dem Artikel:

 „Der Sanierungsbedarf der entstehen würde, wenn die Anlage unter Denkmalschutz gestellt würde, wäre dem Eigentümer aber nicht zuzumuten“, sagt Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde.“

 link zu dem Artikel

Pressemitteilung der Grünen vom 4.11.14 : Genossenschaftsgründung am Elisabethgehölz

Selbstbestimmung stärken – ELISA bleibt

Die Grünen kritisieren, dass Mitglieder einer Genossenschaft eine neue Genossenschaft gründen müssen, um ihren langjährigen Wohnraum zu retten. Michael Osterburg unterstützt die Gründung der Elisa e.G.!

Zitat aus der Pressemitteilung

„Olaf Duge: Die vhw und das Denkmalschutzamt bleiben auf strenger SPD-Linie und befürworten weiter die Vernichtung von 122 kleinteiligen und bezahlbaren Wohnungen.“

link zu der Pressemitteilung

 

Auch die Gustav-Oelsner-Gesellschaft fordert den Erhalt Elisas!

Zitat aus der Stellungnahme:

„Ein Abbruch eines derartigen Backsteingebäudes, ist ein Schlag ins Gesicht aller derjenigen, die sich seit Jahren für den Erhalt der „roten Stadt Hamburg“ engagieren und dafür kämpfen.

Der Hauseigentümer, die Genossenschaft der VHW, würde sich alle Ehre mit dem Erhalt dieses Hauses machen und einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung des architektonischen Erbes der „roten Stadt Hamburg“ leisten, um damit auch zukünftigen Generationen den architektonischen, künstlerischen und sozialen Wert des Wohnungsbaus der 20er und der Anfang 30er Jahre zugänglich zu machen, damit Zeugnis abzulegen sowie seine wichtige Vorbildfunktion weiterzugeben.“  

link zur Stellungnahme

Beitrag im Hamburg Journal 27.10.2014

Hamm: Der Kampf um ein Backsteingebäude

Zitat aus dem Beitrag:

„Nach den massiven Protesten erfolgte ein kleines Erdbeben bei der VHW. Zwei Vorstände mussten mittlerweile gehen…“

Für einen Eklat sorgte Falko Droßmann, Fraktionsvorsitzender der SPD in Hamburg-Mitte, der die um das baukulturelle Erbe der Stadt Hamburg besorgten sachverständigen Institutionen als „Clique von Professoren“ bezeichnete, die „einen familiengerechten, barrierearmen Backsteinneubau“ verhindere, „der einhundert Prozent geförderte Wohnungen haben wird“.

Link zum sehr sehenswerten Video

Artikel in der Mopo vom 27.10.2014

Uns kriegt keiner raus!

Zitat aus dem Artikel:

Mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht wollen die letzten Mieter den Abriss stoppen und erwirken, dass „Elisa“ doch noch in die Denkmalliste eingetragen wird. „Es kann doch nicht sein, dass der Senat ausdrücklich Backsteinbauten schützen will und so ein schöner Schumacher-Bau abgerissen wird.“

Link zum Artikel

Artikel in der taz vom 23.10.2014

„Elisa“ ist noch zu retten.

Der Denkmal-Gutachter Dr. Geerd Dahms kann das Zögern des Denkmalschutzamtes ebenfalls nicht nachvollziehen:

Fachlich besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden muss. […] Das Verhalten des Denkmalschutzamtes ist völlig unverständlich, vermutlich liegen dahinter andere Interessen verborgen.

Link zum Artikel

Artikel in hh-mittendrin vom 23.10.14

Wohnanlage Elisa: Klage gegen Kulturbehörde eingereicht

Zitate aus dem Artikel:

„Hintergrund ist, dass das Denkmalschutzamt am Dienstag eine Eintragung des Gebäude-Ensembles in die Denkmalliste ohne Nennung von Gründen abgelehnt hat.“

 „Unterdessen hat die Baugenossenschaft vhw, der das Ensemble gehört, bereits mit vorbereitenden Arbeiten für die Entkernung der Gebäude begonnen.“

link zum Artikel

Das Denkmalschutzamt isoliert sich

Auch der Hamburger Oberbaudirektor Jörn Walter kritisiert die Entscheidung des Denkmalschutzamts, Elisa nicht unter Schutz zu stellen:

Wenn zur gleichen Zeit am Elisabethgehölz ein Wohngebäude aus der Schumacher-Ära oder das „Weiße Haus“ von Nienstedten vom Denkmalschutz für den Abbruch freigegeben werden, dann stimmt etwas nicht mit den Kriterien, die wir an die Denkmalwürdigkeit anlegen.

Hamburger Abendblatt 20.10.2014